Großes Haus
19:00 Uhr - Auftakt im Saal
Das Theater öffnet 75 Minuten vor Konzertbeginn.
Konzertdauer: ca. 120 Minuten inkl. Pause
Am 07.05. um 13 Uhr:
Konzertteaser REINGEHÖRT
George Gershwin
Concerto in F für Klavier und Orchester
Aaron Copland
El Salón México
Leonard Bernstein
Fancy Free. Musik zum Ballett von Jerome Robbins
Mit seiner Rhapsodie in Blue hatte der junge George Gershwin 1924 Musikgeschichte geschrieben. Das bahnbrechende Werk, das Jazz-Elemente und klassische Sinfonik verschmolz, begeisterte den Dirigenten Walter Damrosch derart, dass er bei Gershwin direkt ein weiteres Klavierkonzert in Auftrag gab: Mit pulsierenden Rhythmen, den typischen Blue Notes, Posaunen-Glissandi und großem Schlagwerk führt Gershwin im 1925 in der Carnegie Hall uraufgeführten Concerto in F sein Vorgängerwerk konsequent fort, wahrt auf Wunsch des Auftraggebers jedoch die klassische dreisätzige Form. Während der erste Satz das vom Charleston gepackte Amerika feiert, ist der langsame zweite Satz vom Blues inspiriert. Das Finale ist ein Rondo im Charleston-Stil, das laut Gershwin zu einer „Orgie von Rhythmen“ gerät.
Als Aaron Copland Anfang der 1930er Jahre zum ersten Mal nach Mexiko-Stadt reiste und das angesagte Tanzlokal „El Salón México“ besuchte, geriet er ins Schwärmen: „Auf eine unerklärliche Weise spürt man beim Umherstreifen durch jene überfüllten Hallen […] jenes elektrisierende Gefühl, das einen bisweilen an fernen Orten überkommt: plötzlich das Wesen eines Volkes zu erkennen – seine Menschlichkeit, seine ganz eigene Schüchternheit, seine Würde und seinen einzigartigen Charme.“ Fasziniert von den Menschen und der besonderen Atmosphäre dieses Ortes, komponierte Copland sein gleichnamiges Orchesterwerk, in das er verschiedene mexikanische Volksweisen integrierte. Zu seiner großen Überraschung und Freude wurde El Salón México bei der Uraufführung 1937 in Mexiko begeistert aufgenommen und zählt seither zu seinen meistgespielten Werken.
Die vibrierende Atmosphäre im Big Apple fing Leonard Bernstein in seiner Musik zum Ballett Fancy Free von Jerome Robbins ein. Die Handlung des Balletts spielt an einem heißen Sommertag im New York City der 1940er Jahre: Drei Matrosen haben 24 Stunden frei und wollen sich auf ihrem Landgang einmal so richtig amüsieren. Mit energiegeladenen Tänzen wetteifern sie um die Gunst der Frauen, geraten darüber in Streit, woraufhin die Frauen sich abwenden und das Werben von Neuem beginnt. Robbins’ ausdrucksstarke Choreografie in Verbindung mit Bernsteins jazzig swingender Musik, die auf Modetänzen der Zeit wie dem Jitterbug oder der Rumba basiert, wurde innerhalb kürzester Zeit so erfolgreich, dass die beiden Künstler ihr Ballett zum abendfüllenden Musical On the Town ausarbeiteten.
Wayne Marshall · Dirigent - Pianist
Wayne Marshall zählt zu den vielseitigsten Dirigenten seiner Generation und begeistert international durch stilistische Offenheit, Präzision und charismatische Bühnenpräsenz. Sein Repertoire umfasst Symphonik, Oper, Jazz und Filmmusik, mit besonderer Affinität zu amerikanischen Komponisten wie Gershwin und Bernstein. Von 2014 bis 2020 war er Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters Köln. Er arbeitete mit führenden Orchestern in Europa und Nordamerika, darunter die Berliner und Münchner Philharmoniker sowie das Chicago Symphony Orchestra. Außerdem ist Wayne Marshall regelmäßiger Gast der BBC Proms und auch als Organist und Pianist international gefragt. Zahlreiche preisgekrönte Einspielungen sowie Auszeichnungen, darunter der OBE, würdigen sein künstlerisches Wirken.