Veranstaltungsorte

Großes Haus

Unter der Leitung des Darmstädter Hofbaumeisters Georg Moller wurde das Gebäude des Staatstheaters Mainz zwischen 1829 und 1833 am heutigen Gutenbergplatz errichtet. Luftangriffe auf Mainz zerstörten den Mollerbau so, dass das Haus nicht mehr bespielbar war. Auf Initiative von André Francois Poncet, Hoher Kommissar der französischen Administration, wurde das Theater unter der Leitung des Mainzer Oberbaurates Richard Jörg wieder aufgebaut und am 24. November 1951 feierlich eröffnet. Zwischen 1998 und 2001 wurde das Gebäude vollständig renoviert. Vom Mollerbau blieben nur noch die unter Denkmalschutz stehenden Fassanden erhalten, sodass das Staatstheater Mainz mit seinem über 900 Zuschauer fassenden Großen Haus bei der Wiedereröffnung 2001 zu den modernsten Theaterbauten zählte.

Kleines Haus

Das von Klaus Möbius entworfene Kleine Haus wurde im Jahr 1997 eröffnet. Es verfügt über eine Platzkapazität von rd. 500 Sitzplätzen. Das hinter dem Großen Haus gelegene Gebäude erscheint als eigener Baukörper, ist jedoch über zwei Brücken sowie unterirdisch direkt mit diesem verbunden.

Orchestersaal

Das Philharmonische Staatsorchester Mainz probt für seine Konzert- und Theaterveranstaltungen im Orchestersaal unter dem Tritonplatz. Der auf mulitifunktionale Nutzung ausgelegte Saal ist aber auch immer wieder Veranstaltungsort für kleinere Veranstaltungen, wie z.B. Kinderkonzerte, Kammermusik und vieles mehr.

Josefskapelle

Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz spielen in jeder Konzertsaison in der St. Josefskapelle vier Kammerkonzerte. In der Kapelle, die sich durch eine hervorragende Akkustik auszeichnet, fällt die überdimensionale, holzgeschnitzte Josefsfigur mit Jesuskind und Lilie ins Auge. Auf der rechten Seite des Hauptaltars befindet sich die Kopie einer sogenannten „Traubenmadonna“ nach dem Vorbild der „schönen Hallgartnerin“ - einer Madonna mit Scherbe, und dem Jesuskind, das eine Traube mit Blatt in der Hand hält. Diese auch unter dem Namen „Schrötermuttergottes“ bekannte Kopie geht auf eine Stiftung der Weinschröterbruderschaft in Hallgarten zurück und knüpft an eine Legende an.

Alte Synagoge

Die alte Synagoge in Mainz-Weisenau wurde im Jahre 1737 errichtet und gilt als ältestes, noch erhaltenes Bauwerk in diesem Mainzer Stadtteil. 1938 in der Pogromnacht zerstört, wurde erst 1989 mit der Restaurierung begonnen. Durch die unermüdliche Arbeit des Synagogen-Fördervereins konnte sie 1996 wiedereröffnet werden und soll seitdem als Ort der Begegnung und des Dialogs zwischen Juden und Nichtjuden dienen.

Seit mehreren Jahren musizieren Kammermusikformationen aus Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchester in wechselnden Besetzungen in dieser historischen Stätte.

Die Programmauswahl legt dabei einen Schwerpunkt auf Kompositionen jüdischer Musikerinnen und Musiker.