Nordische Nacht Musik von Edvard Grieg, Jean Sibelius, Arvo Pärt, Hugo Alfven und Rued Langgaard

Sopran: Dorin Rahardja
Dirigent: Hermann Bäumer
Chor des Staatstheater Mainz
Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Edvard Grieg und Jean Sibelius gehören zu den bekanntesten Komponisten aus Skandinavien. Doch die nordische Musik birgt mit ihrer fantastischen Romantik und sphärischen Klangwelten weitaus mehr musikalische Schätze. Hermann Bäumer hat für die Nordische Nacht ein impo­santes Programm mit Werken von Edvard Grieg, Jean Sibelius, Arvo Pärt, Hugo Alfven und Rued Langgaard zusammenge­stellt.

Dorin Rahardja · Sopran

Dorin Rahardja absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Folkwang Universität der Künste Essen bei Prof. Rachel Robins und schloss mit Auszeichnung ab. Meisterkurse u. a. bei Olaf Bär, Andreas Homoki und Cheryl Studer gaben ihr zudem wichtige Impulse für ihre Arbeit im Bereich Oper und Konzert.
In den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 war sie Mitglied des Jungen Ensembles am Musiktheater im Revier (MiR) Gelsenkirchen und trat dort in Partien wie Sandmännchen/ Taumännchen in Humperdincks Hänsel und Gretel, Chava in Anatevka und Wellgunde in Wagners Rheingold (konzertant) in Erscheinung.
Ab der Spielzeit 2012/13 begeisterte Dorin Rahardja als festes Ensemblemitglied in Gelsenkirchen als Rose Maurrant in Weills Street Scene, als Claire in Bernsteins On the Town, als Barbarina und Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro, vor allem aber als Musetta in Puccinis La Bohème und Sophie in Strauss' Der Rosenkavalier.
Seit Mai 2015 gehört Dorin Rahardja zum Ensemble des Staatstheaters Mainz. Hier hat sie bisher u.a. Dircé (Médée, Cherubini), Lauretta (Gianni Schicchi, Puccini), die Fee aus dem See (Monty Python’s Spamalot, Musical von Eric Idle), Helena (The Fairy Queen, Purcell), die Titelpartie in Cavallis Veremonda, eine Koproduktion mit den Schwetzinger Festspielen, sowie Constance (Dialogues des Carmélites, Poulenc) gesungen.
In den folgenden Spielzeiten war sie unter anderem besetzt als Musetta (La Bohème, Puccini), Ottilie (Im Weißen Rössl, Benatzky), Regina (Mathis der Maler, Hindemith), Helena in Brittens A Midsummer Night’s Dream, als Michal in Händels Saul, als Susanna (Le nozze di Figaro, Mozart) und als Woglinde in Der Ring an einem Abend von Loriot/Wagner.
In der vergangenen Spielzeit sang sie Antonia in der Eröffnungspremiere Hoffmanns Erzählungen und Osira in Zanaida.
In der aktuellen Spielzeit kann man Dorin Rahardja in der Gala Cantabile erleben.

Hermann Bäumer · Chefdirigent und Generalmusikdirektor

 

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/2012 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des dortigen Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire (u.a. deutsche Erstaufführung von Dusapins Perela, Langgaards Antichrist, Saariahos Adriana Mater und Aphergis` Avis de Tempete) bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse.

Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine bescheidene und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt.

Er dirigierte Orchester wie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Orchester der Komischen Oper Berlin, die Bamberger Symphoniker, das Bayerische Staatsorchester München, das hr-Sinfonieorchester, das Ensemble Resonanz und das Ensemble Modern, das Orchester der Norwegischen Staatsoper Oslo sowie das New Japan Philharmonic Orchestra und das Tokyo Symphony Orchestra. Seit der Saison 2016/17 ist er zudem „Conductor in residence“ bei den Hofer Symphonikern.

Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit für seine Jugendarbeit geschätzt, die sich in der regelmäßigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern wie dem Bundesjugendorchester (BJO) und dem Landesjugendorchester (LJO) Rheinland-Pfalz äußert.

Von 2004 bis 2011 war er Generalmusikdirektor des Osnabrücker Sinfonieorchesters und bekam für die Einspielung der 1. und 2. Sinfonie des Komponisten Josef Bohuslav Foerster einen ECHO Klassik. Mit dem Iceland Symphony Orchestra hat er die beiden Oratorien Edda I und II des isländischen Komponisten Jon Leifs uraufgeführt und auf CD eingespielt.

Mit dem Label cpo verbindet ihn eine langjährige Partnerschaft und so entstanden Aufnahmen von Bruch, R. Strauss, Gernsheim, Gounod, Röntgen u.a. mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz, dem Osnabrücker Sinfonieorchester und dem Kristiansand Symphony Orchestra.

In Mainz dirigiert Hermann Bäumer nicht nur beeindruckende Sinfoniekonzerte –  2018/2019 für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ durch den Deutschen Musikverleger-Verband ausgezeichnet –,  sondern zeigt sich natürlich auch als versierter Operndirigent. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen unter anderem Ligetis Le Grand Macabre, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Poulencs Dialogues des Carmélites, Mathis der Maler von Paul Hindemith und Boris Godunow von Modest Mussorgskij.

Im Frühjahr 2020, während der Corona-Pandemie, entstand am Staatstheater Mainz in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jan-Christoph Gockel und in Kooperation mit dem ZDF/3sat der Film Beethoven - Ein Geisterspiel.
Foto: Felix Broede