Märchen im Grand-Hotel Paul Abraham (1934) - szenische deutsche Erstaufführung

BESETZUNG
Musikalische Leitung: Samuel Hogarth, Michael Millard (05.05., 21.05., 28.05., 06.06.)
Inszenierung: Peter Jordan, Leonhard Koppelmann
Choreographie: Bridget Petzold
Bühne: Christoph Schubiger
Kostüme: Barbara Aigner
Licht: Peter Meier
Video: Stefan Bischoff
Dramaturgie: Ina Karr, Boris C. Motzki

Infantin Isabella: Jennifer Panara
Großfürst Paul / Dr. Dryser: Lorenz Klee
Prinz Stefan Andreas: Johannes Mayer
Gräfin Inez de Ramirez / Mabel: Anika Baumann
Baron Don Lossas / Ein Groom / Zofe: Henner Momann
Präsident Chamoix / Sam Macintosh: Murat Yeginer
Matard, Hoteldirektor / Barry: Daniel Friedl
Albert, Zimmerkellner: Michael Dahmen
Marylou: Nini Stadlmann

Das Grand-Hotel Palace an der französischen Riviera ist Treffpunkt exzentrischer und mehr oder weniger illustrer Gäste. Hier im Exil logieren die spanische Infantin Isabella und ihr Verlobter, Prinz Andreas von Habsburg-Lothringen. Der allerdings ist eingenommen von Marylou aus Hollywood, die ebenfalls mit Grandezza im Palace abgestiegen ist. Gar nicht ins Bild dieser Luxusherberge passt der unbegabte Kellner Albert, der sich zudem unsterblich in die Infantin verliebt hat. Das Grand-Hotel, Sehnsuchtsort der Belle Époque und dekorbeladene Traumkulisse, ist Schauplatz der Lustspieloperette von Paul Abraham. Der jüdisch-ungarische Komponist hat mit seinen Werken, die das Genre Operette mit Walzer, Tango, Charleston und Jazz in eine neue Zeit katapultierten, nicht nur Berlin, sondern ganz Europa erobert. Kurz nach seinem großen Erfolg von Ball im Savoy verließ er wegen der Machtergreifung der Nationalsozialisten Berlin. Sein spitzzüngiges „Riviera-Märchen“ wurde in Wien uraufgeführt und dort für seine mitreißende Musik gefeiert, während seine Kompositionen in Deutschland schon längst nicht mehr gespielt werden durften. Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die bereits Pension Schöller und Im Weißen Rössl mit viel Liebe zu Slapstick und Absurdität inszeniert haben, werden dieses temporeiche Märchen zum ersten Mal in Deutschland szenisch auf die Bühne bringen.