Boris Godunow von Modest Mussorgskij (1869/1874)

Oper in vier Aufzügen mit einem Prolog von Modest Mussorgskij.

BESETZUNG
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Wolfgang Nägele
Bühne: Stefan Mayer
Kostüm: Annette Braun
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny

Boris Godunow: Derrick Ballard
Fjodor, sein Sohn: Marie Seidler
Xenia, seine Tochter: Daria Kalinina
Amme der Xenia: Katja Ladentin
Fürst Wassilij Iwanowitsch Schuiskij: Alexander Spemann
Andrei Schtschelkalow, Geheimschreiber: Martin Busen
Marina Mnischek, Tochter d. Wojewoden von Sandomir:
Pimen, Chronikschreiber, Mönch: Stephan Bootz
Grigorij (Dimitrij), in Erziehung bei Pimen: Matthias Koziorowski
Marina Mnischek, Tochter d. Wojewoden von Sandomir: Linda Sommerhage
Rangoni, geheimer Jesuit: Michael Dahmen
Warlaam, Landstreicher: Andrew Greenan
Missail, Landstreicher: Karsten Münster
Schenkwirtin: Solgerd Isalv
Gottesnarr: Johannes Mayer
Nikititsch, Hauptmann: Doğuş Güney
Mitjucha, Bauer: Milen Stradalski
Ein Leibbojar: Igor Loseev
Bojar Chruschtschow: Scott Ingham
Lawitzkij, Jesuit: Frederik Bak
Tschernikowskij, Jesuit: Grégoire Delamare

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Boris Godunow hat den rechtmäßigen Thronfolger Dimitrij ermorden lassen und ist auf diese Weise selbst an die Macht gelangt. Seit seinem Regierungsantritt herrschen jedoch Armut und Aufruhr im Land. Boris wird von Schuldgefühlen geplagt. Um den Mord zu rächen, gibt sich der Mönch Grigorij als Dimitrij aus und rückt gegen Moskau vor. Angesichts der feindlichen Truppen und zerfressen von Gewissensqualen, verfällt Boris zunehmend dem Wahn. In den politischen Wirren erhebt sich das Volk, um sich schließlich einem neuen, unrechtmäßig an die Macht gelangten Herrscher zuzuwenden.
Mit Boris Godunow hat Modest Mussorgskij ein packendes Drama um Machtgier, Selbstzweifel und die Wankelmütigkeit von Massen geschrieben. Motive aus der russischen Kirchen- und Volksmusik verleihen der Partitur ihre einzigartige Klangfarbe. Mit filmähnlichen Schauplatzwechseln und einer eng am natürlichen Sprechen orientierten Kompositionsweise erreichte Mussorgskij eine zuvor nie dagewesene Synthese aus Sprech- und Musiktheater.