9. Sinfoniekonzert

Ludwig van Beethoven

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Josef Suk

Pohádka léta (Ein Sommermärchen). Sinfonische Dichtung op. 29

Naoya Nishimura • Violine
Hermann Bäumer • Dirigent

Beethovens Opus 61 gilt als eine der größten Herausforderungen des Violinkonzert-Repertoires: immenser Prüfstein zugleich für technische Meisterschaft wie für künstlerische Reife. Sowohl diese Anforderungen an den Solisten als auch die sinfonischen Ausmaße mit etwa 40 Minuten Spieldauer stellten mit der Uraufführung 1806 alle vorausgehenden Werke dieser Musikgattung in den Schatten. Beethoven gelang mit dieser ungemein umfangreichen und komplexen Komposition, die erstmalig den Solo-Part nicht nur in den Vordergrund stellt, sondern auch in das sinfonische Gewebe des Orchesters integriert, ein echter Meilenstein der Musikgeschichte. Ein Werk also, das im Beethoven-Jahr 2020 nicht fehlen darf und in den Händen von Naoya Nishimura, dem Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz, bestens aufgehoben ist.

Genau 100 Jahre später entstand Pohádka léta op. 29 (Ein Sommermärchen) von Josef Suk, dem nach seinem Schwiegervater Antonín Dvořák wohl bedeutendsten tschechischen Sinfoniker. Sein Sommermärchen unterscheidet sich allerdings von vielen seiner erzählenden Tondichtungen; es ist vielmehr eine Reihe von Impressionen, die durch die sommerliche Jahreszeit inspiriert wurden. Die fünf Sätze schildern den möglichen Verlauf eines Sommertages, ohne sich jedoch eindeutig mit einer Textvorlage in Verbindung bringen zu lassen. Nehmen Sie eine breite Palette orchestral-kolorierter Empfindungen mit in die Sommerpause und in Ihr eigenes Sommermärchen!