7. Sinfoniekonzert

Giovanni Pierluigi da Palestrina  Super Flumina Babylonis

Arvo Pärt  Sinfonie Nr. 3 (1. Satz und 2. Satz)

Giovanni Pierluigi da Palestrina  Sicut cervus dsiderat

Arvo Pärt  Sinfonie Nr. 3 (3. Satz)

Knut Nystedt O crux op. 79

Johann Sebastian Bach Choralvorspiel O Mensch, bewein dein Sünde groß BWV 622 orchestriert von Max Reger

Felix Mendelssohn Bartholdy  Mein Gott, warum hast du mich verlassen op. 78, 3 - Richte mich, Gott op. 78,2

Max Reger  Eine romonatische Suite op. 125

Felix Mendelssohn Bartholdy  Verleih uns Frieden gnädiglich MWV A 11

 

 

Domkantorei St. Martin (Einstudierung Domkapellmeister Karsten Storck)
Hermann Bäumer · Dirigent

Das 7. Sinfoniekonzert bietet im Hohen Dom zu Mainz eine abwechslungsreiche Gegenüberstellung sinfonischer Kompositionen mit A-cappella-Werken für Chor: Der Mainzer Domchor wird ein Kaleidoskop unterschiedlichster Vokalwerke aufblättern und im Wechsel mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz das Publikum auf einen Streifzug durch die Jahrhunderte schicken. Polyphone Motetten von Giovanni Pierluigi da Palestrina stehen beispielsweise den meditativen Klängen des estnischen Komponisten Arvo Pärt kontrastierend gegenüber, der mit seiner 3. Sinfonie erstmals im großen Genre zu seinem typischen „Tintinnabuli“-Stil (Glöckchen- Stil) fand.

Der Einfluss der Kunst Johann Sebastian Bachs eint die weiteren Komponisten dieses Konzertes: Felix Mendelssohn Bartholdy war derart verwurzelt in der deutschen und europäischen Chortradition wie kaum ein anderer Komponist seiner Epoche. Unter dem starken Eindruck der Kunst Bachs, die er in der Berliner Singakademie bei C. F. Zelter kennengelernt hatte, schuf er eine Reihe herrlicher Psalmenvertonungen, von denen einige den Hohen Dom zu Mainz erleuchten werden.

Max Reger hingegen war selbst ein begabter Organist und Komponist von Kirchenmusik, zudem war einer seiner besten Freunde und musikalischen Mitarbeiter Thomaskantor in Leipzig (Inhaber der gleichen Position also, die Bach anderthalb Jahrhunderte früher be- kleidet hatte) – der Einfluss Bachs somit geradezu unausweichlich. Sein Verständnis der Orgel-Registrierung führte zu immensen Fähigkeiten als Arrangeur für das symphonische Orchester, beispielhaft wird seine Fassung des Bachschen Choralvorspiels O Mensch, bewein dein Sünde groß zu hören sein. „Reger pur“ bietet dann Eine romantische Suite (nach Gedichten von Joseph von Eichendorff ), die in ihrer permanent modulierenden Alterationsharmonik bis zur Grenze tonaler Bindung vorstößt.