Großes Haus Staatstheater Mainz · 20 Uhr
Auftakt
Einführung zum Konzert · 19 Uhr
Großes Haus Staatstheater Mainz
Fr 13.04.2018 20:00 Uhr
Sa 14.04.2018 20:00 Uhr
Rued Langgaard
Sinfonie Nr. 5 (2. Version) BVN 216 „Steppenatur“ („Sommersagnsdrama“)
Jean Sibelius
Konzert für Violine und Orchester
Johannes Brahms
Serenade D-Dur op. 11
Schüchternheit, Lampenfieber und schwache Nerven sind Gift für eine Musikerkarriere. Jean Sibelius litt unter allen dreien und so scheiterte sein Traum von einer Karriere als Violinvirtuose. Glücklicherweise hatte er aber auch Komposition studiert und konnte seine geigerischen Ambitionen gekonnt am Schreibtisch austoben: Sein Violinkonzert gleicht teilweise einem riesengroßen Monolog für die Geige und stellt Interpret*innen bis heute vor große technische und musikalische Herausforderungen. Ein Ansporn für Mihail Katev, den Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz, gemeinsam mit „seinem“ Orchester erneut starke Nerven unter Beweis zu stellen.
Zuvor erklingt die Sinfonie Nr. 5 des dänischen Komponisten Rued Langgaard, einem schillernden Außenseiter der Musik des 20. Jahrhunderts, der als Komponist wie aus der Zeit gefallen erscheint und den es noch zu entdecken gilt. Sein Schaffen gründet in einer sehr persönlichen, christlich-religiös geprägten Kunst- und Weltanschauung, die ihren Widerhall in den Ideen, Vorstellungen und Stimmungen findet, von denen er sich zu seinen Kompositionen anregen ließ und die in der Regel im Titel der Stücke angedeutet sind: „Steppenatur“ („Sommersagnsdrama“).
Die Geschichte, wie Johannes Brahms lange Jahre um seine erste Sinfonie gerungen hat, wie sehr er unter der erdrückenden Genialität der Sinfonien seines Vorläufers Beethoven gelitten hat, wird gern erzählt. Auf dem Weg dahin entstanden aber zwei Serenaden, zwei große Orchesterwerke von sinfonischen Dimensionen. Die Serenade Nr. 1 in D-Dur op. 11 ist das Resultat eingehender Beschäftigung mit Mozarts Serenaden und Haydns Sinfonien.