3. Konzert für junge Leute EIN BESUCH IN HAYDNS KOMPONIER-LABOR

Joseph Haydn

Ausschnitte aus
Sinfonie G-Dur Hob. I:8
Sinfonie C-Dur Hob. I:60
Sinfonie C-Dur Hob. I:90
Sinfonie D-Dur Hob. I:104
Konzert für Violine und Streichorchester C-Dur Hob Vlla:1

Jinsun Jang • Violine
Hermann Bäumer • Dirigent und Moderation

Joseph Haydn gilt allgemein als „Vater der modernen Sinfonie“, und mit 104 Werken dieser Gattung hat er einen ganzen Sinfonie-Kosmos geschaffen. Mit einem Blick in sein „Komponier-Labor“ wollen wir dem „Phänomen“ Haydn auf den Grund gehen.

Fast dreißig Jahre war er als Kapellmeister bei den Fürsten Esterházy angestellt und konnte dort ungestört experimentieren: „Mein Fürst war mit allen meinen Arbeiten zufrieden; ich erhielt Beifall, ich konnte als Chef eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck hervorbringt und was ihn schwächt, also verbessern,
zusetzen, wegschneiden, wagen; ich war von der Welt abgesondert, Niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selber irre machen und quälen, und so mußte ich original werden.“ Aber auch nach dem Ausscheiden aus den Diensten der Fürsten blieb er als freischaffender Künstler ungeheuer produktiv und erfolgreich.
Haydns Einfluss auf nachfolgende Komponisten-Generationen, seinen
Eigenheiten, seinem Humor, seiner musikalischen Entwicklung
und dem, was seine Werke auch heute noch so „frisch“ erscheinen
lässt, wollen wir in diesem Konzert nachgehen.

Hermann Bäumer · Chefdirigent und Generalmusikdirektor

 

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/12 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des Mainzer Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse. Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine unprätentiöse und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt. Die letzten Spielzeiten führten ihn u. a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Bayerischen Staatsorchester München, der Norwegischen Nationaloper Oslo, dem Norrköpping Symphony Orchestra, dem Sinfonieorchester St. Gallen und den Sinfonieorchestern von Qingdao und Guiyang, bei denen er sein China-Debüt gab. Hermann Bäumer ist ein begnadeter Entdecker und Wiederentdecker für rares Repertoire sowohl im Musiktheater-, als auch im Konzertbe reich. Zahlreiche, preisgekrönte CD-Einspielungen (ECHO Klassik, Preis der Deutschen Schallplattenkritik) dokumentieren dies. Zuletzt erschienen die Gesamteinspielung der Werke für Violine und Orchester von Max Bruch mit Antje Weithaas und der NDR Radiophilharmonie Hannover sowie die Sinfonien 2 und 4 von Friedrich Gernsheim mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz. Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit geschätzt für die Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern wie beispielsweise dem Bundesjugendorchester und dem LJO Rheinland-Pfalz. Neben zahlreichen Sinfonie-, Jugend- und Sonderkonzerten dirigiert Hermann Bäumer in dieser Spielzeit u. a. Puccinis La Bohème, Hindemiths Mathis der Maler sowie Brittens A Midsummer Night’s Dream

Foto: Felix Broede