2. Sinfoniekonzert

Aribert Reimann

Sieben Fragmente für Orchester (in Memoriam Robert Schumann)

Robert Schumann

Konzertstück (Introduktion und Allegro appassionato) G-Dur op. 92 - Thema mit Variationen Es-Dur WoO 24 ("Geistervariationen") - Konzertstück (Konzert-Allegro mit Introduktion) d-Moll op. 134

Johannes Brahms

Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Tzimon Barto · Klavier
Hermann Bäumer · Dirigent

Aribert Reimanns Sieben Fragmente für Orchester (in Memoriam Robert Schumann) aus dem Jahr 1988 haben keinen definitiven Anfang, sondern beginnen irgendwo. „Es hat sich vorher schon etwas abgespielt, wie das im ersten Fragment zu hören ist. Man macht ein Fenster oder einen Vorhang auf und man ist plötzlich in einer Situation. Das, was vorausgegangen ist, muss man sich vorstellen.“ – soweit die Höranleitung des Komponisten. Und auf vergleichbare Weise schließt das Werk auch: es löst sich auf, zerfasert, zerbröselt. Ausdrücklich vermerkt die Partitur die Zitate aus Robert Schumanns Geistervariationen, die Tzimon Barto, der Klaviersolist der nachfolgenden Konzertstücke, im 2. Sinfoniekonzert gegenüberstellen wird. Auf seinen Wunsch spielt der in Mainz bereits mehrfach umjubelte amerikanische Starpianist Robert Schumanns Konzertstücke für Klavier und Orchester op. 92 und op. 134, die neben seinem berühmten Klavierkonzert in a-Moll zu Unrecht etwas ins Abseits geraten sind.

Mit Johannes Brahms‘ Dritter erklingt dann die kürzeste seiner vier Sinfonien, die aufgrund ihrer Reife und Vollkommenheit jedoch zur beliebtesten avanciert ist. Eines ihrer auffallendsten Merkmale ist die ausgefeilte zyklische Konzeption, die Integration der vier Sätze zu einem geschlossenen Ganzen. Brahms‘ Freund und Kollege Dvořák beschrieb sie mit den Worten: „Welch herrliche Melodien sind da zu finden! Es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf.“

Tzimon Barto, Fotoquelle: www.tzimonbarto.com

Tzimon Barto · Klavier

Als einer der führenden amerikanischen Pianisten begeistert Tzimon Barto das Publikum auf beiden Seiten des Atlantiks mit außergewöhnlichen und mitreißenden Konzerten und seiner sehr persönlichen und unkonventionellen Sichtweise, die durch Konsequenz, exquisiten Klangsinn sowie faszinierende Kontraste und Differenzierungen überzeugt. Tzimon Barto wuchs in Florida auf, wo er mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht erhielt. Er studierte an der Juilliard School in New York bei der berühmten Klavierdozentin Adele Marcus und gewann bereits in dieser Zeit gleich zwei Mal hintereinander den Gina Bachauer Wettbewerb. Der internationale Durchbruch erfolgte Mitte der 1980er Jahre, als Tzimon Barto auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein sowie bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither konzertierte er mit beinahe allen international führenden Orchestern und gastiert regelmäßig bei den renommiertesten Festivals.

 

 

 

 

 

Hermann Bäumer (Foto: Felix Broede)

Hermann Bäumer · Dirigent

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/12 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des Mainzer Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse. Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine unprätentiöse und der Musik verpflichtenden Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt.

 

Die letzten Spielzeiten führten ihn u. a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Bayerischen Staatsorchester München, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester, Iceland Symphony orchestra und dem Norrköpping Symphony Orchestra. In der Saison 2018/19 steht Hermann Bäumer am Pult der China National Opera Bejing, der Neuen Philharmonie Westfalen und zum wiederholten Male des Bundesjugendorchesters. Zudem ist er seit der Spielzeit 2016/17 Conductor in Residence der Hofer Symphoniker. Hermann Bäumer ist ein begnadeter Entdecker und Wiederentdecker für rares Repertoire sowohl im Musiktheater-, als auch im Konzertbereich. Darüber hinaus ist er landesweit besonders geschätzt für die Zusammenarbeit mit Jugendorchestern wie beispielsweise dem LJO Rheinland-Pfalz. Neben zahlreichen Sinfonie-, Jugend- und Sonderkonzerten dirigiert er in dieser Spielzeit u. a. Modest Mussorgskijs Oper Boris Godunow, Luigi Nonos Al Gran Sole sowie die Uraufführung des Musiktheaterprojektes Beethoven.