2. Konzert für junge Leute WIE KLINGT HEIMAT?

Bedřich Smetana
Drei sinfonische Dichtungen aus dem Zyklus
„Ma Vlast“ (Mein Vaterland):
Vyšehrad • Vltava (Die Moldau) • Tábor

Hermann Bäumer • Dirigent und Moderation

Mit dem Zyklus „Mein Vaterland“ (tschechisch Má Vlast), bestehend aus sechs sinfonischen Dichtungen, setzte Bedřich Smetana seiner tschechischen Heimat ein großartiges, klingendes Denkmal. Die ersten vier Teile – Vyšehrad, Die Moldau, Šárka und Aus Böhmens Hain und Flur – komponierte er zwischen 1872 und 1875, in engem thematischen Zusammenhang mit der als nationales Festspiel konzipierten Oper Libusa. Drei Jahre später, mittlerweile vollständig taub, ergänzte Smetana den Zyklus um die beiden letzten sinfonischen Dichtungen Tábor und Blaník. Komplett wurde „Má Vlast“ am 5. November 1882 in Prag uraufgeführt.

Im Konzert erklingen mit Vyšehrad, Die Moldau und Tábor drei Werke, die die Themen des gesamten Zyklus exemplarisch repräsentieren: Mythen, Landschaft und Geschichte von Smetanas tschechischer Heimat.
Foto: reliefs.ch

Hermann Bäumer · Chefdirigent und Generalmusikdirektor

 

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/12 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des Mainzer Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse. Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine unprätentiöse und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt. Die letzten Spielzeiten führten ihn u. a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Bayerischen Staatsorchester München, der Norwegischen Nationaloper Oslo, dem Norrköpping Symphony Orchestra, dem Sinfonieorchester St. Gallen und den Sinfonieorchestern von Qingdao und Guiyang, bei denen er sein China-Debüt gab. Hermann Bäumer ist ein begnadeter Entdecker und Wiederentdecker für rares Repertoire sowohl im Musiktheater-, als auch im Konzertbe reich. Zahlreiche, preisgekrönte CD-Einspielungen (ECHO Klassik, Preis der Deutschen Schallplattenkritik) dokumentieren dies. Zuletzt erschienen die Gesamteinspielung der Werke für Violine und Orchester von Max Bruch mit Antje Weithaas und der NDR Radiophilharmonie Hannover sowie die Sinfonien 2 und 4 von Friedrich Gernsheim mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz. Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit geschätzt für die Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern wie beispielsweise dem Bundesjugendorchester und dem LJO Rheinland-Pfalz. Neben zahlreichen Sinfonie-, Jugend- und Sonderkonzerten dirigiert Hermann Bäumer in dieser Spielzeit u. a. Puccinis La Bohème, Hindemiths Mathis der Maler sowie Brittens A Midsummer Night’s Dream

Foto: Felix Broede