1. Sonderkonzert Operngala zur Eröffnung der Spielzeit

Operngala zur Eröffnung der Spielzeit

Hermann Bäumer, Clemens Schuldt
und Paul-Johannes Kirschner • Dirigenten
Solist*innen des Ensembles des Staatstheaters Mainz
Chor und Extrachor des Staatstheaters Mainz
(Einstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny)
Markus Müller • Moderation

Zum Beginn der Spielzeit möchten wir Ihnen wieder einen Ausblick auf die kommende Opernsaison geben und laden Sie zu einer festlichen Eröffnungsgala ein. Solist*innen des Ensembles, der Opernchor des Staatstheaters und das Philharmonische Staatsorchester Mainz präsentieren Ouvertüren, Arien, Ensembles und Chöre aus dem Spielplan. Dabei spannt sich der musikalische Bogen von Werken des 18. Jahrhunderts bis hin zu Kompositionen der Gegenwart. So werden unter anderem Ausschnitte zu hören sein aus Glucks überbordender Oper Armide, Puccinis La Bohème, der bissigen Operette Im Weißen Rössl, Brittens farbenreicher Bearbeitung des Shakespearschen Sommernachtstraums, Belcanto-Arien aus Bellinis Norma bis hin zu Hindemiths großer, beeindruckender Oper über das künstlerische und politische Wirken des Malers Matthias Grünewald zur Zeit der Reformation, Mathis der Maler. Aber auch Figuren aus den Wiederaufnahmen Der fliegende Holländer und Dialogues des Carmélites werden in diesem Konzert die Bühne betreten.

Hermann Bäumer · Chefdirigent und Generalmusikdirektor

 

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/2012 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des dortigen Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire (u.a. deutsche Erstaufführung von Dusapins Perela, Langgaards Antichrist, Saariahos Adriana Mater und Aphergis` Avis de Tempete) bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse.

Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine bescheidene und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt.

Er dirigierte Orchester wie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Orchester der Komischen Oper Berlin, die Bamberger Symphoniker, das Bayerische Staatsorchester München, das hr-Sinfonieorchester, das Ensemble Resonanz und das Ensemble Modern, das Orchester der Norwegischen Staatsoper Oslo sowie das New Japan Philharmonic Orchestra und das Tokyo Symphony Orchestra. Seit der Saison 2016/17 ist er zudem „Conductor in residence“ bei den Hofer Symphonikern.

Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit für seine Jugendarbeit geschätzt, die sich in der regelmäßigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern wie dem Bundesjugendorchester (BJO) und dem Landesjugendorchester (LJO) Rheinland-Pfalz äußert.

Von 2004 bis 2011 war er Generalmusikdirektor des Osnabrücker Sinfonieorchesters und bekam für die Einspielung der 1. und 2. Sinfonie des Komponisten Josef Bohuslav Foerster einen ECHO Klassik. Mit dem Iceland Symphony Orchestra hat er die beiden Oratorien Edda I und II des isländischen Komponisten Jon Leifs uraufgeführt und auf CD eingespielt.

Mit dem Label cpo verbindet ihn eine langjährige Partnerschaft und so entstanden Aufnahmen von Bruch, R. Strauss, Gernsheim, Gounod, Röntgen u.a. mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz, dem Osnabrücker Sinfonieorchester und dem Kristiansand Symphony Orchestra.

In Mainz dirigiert Hermann Bäumer nicht nur beeindruckende Sinfoniekonzerte –  2018/2019 für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ durch den Deutschen Musikverleger-Verband ausgezeichnet –,  sondern zeigt sich natürlich auch als versierter Operndirigent. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen unter anderem Ligetis Le Grand Macabre, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Poulencs Dialogues des Carmélites, Mathis der Maler von Paul Hindemith und Boris Godunow von Modest Mussorgskij.

Im Frühjahr 2020, während der Corona-Pandemie, entstand am Staatstheater Mainz in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jan-Christoph Gockel und in Kooperation mit dem ZDF/3sat der Film Beethoven - Ein Geisterspiel.
Foto: Felix Broede