6. Sinfoniekonzert

Claude Debussy
Cinq Préludes.  Instrumentiert für kleines Orchester von Hans Zender

 

Maurice Ravel
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur

 

Camille Saint-Saëns
Sinfonie Nr. 2 a-Moll, op. 55

 

Klavier • Ewa Kupiec
Dirigent • Hermann Bäumer

Durch und durch französisch-elegant ist das 6. Sinfoniekonzert am 23. und 24. April, das von Chefdirigent Hermann Bäumer dirigiert wird.
Die Préludes von Claude Debussy gehören zu dessen populärsten Werken für Klavier. Der Komponist Hans Zender hat aus einigen davon fünf Orchesterszenen voller Brillanz und Klangfarben geschaffen, ohne die originalen Tonhöhen-, Rhythmus- und Formverhältnisse anzutasten.
Die Pianistin und Professorin Ewa Kupiec wird als Solistin in Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur zu erleben sein. Das unterhaltsame Werk ist eine Herausforderung für den Komponisten, er sei darüber „fast krepiert“ schreibt er. Heute ist es - weil heiter, übermütig , melancholisch und fast jazzig - eines der meistgespielten Klavierkonzerte.
Nur wenige Werke aus der Feder von Camille Saint-Saëns haben bei uns große Popularität erreicht, wie etwa sein Karneval der Tiere. Im 6. Sinfoniekonzert wird seine 2. Sinfonie a-Moll erstmals in Mainz zu hören sein, ein sehr konzentriertes, wenig ausschweifendes Werk. Darin erweist er Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy seine Referenz und klingt dennoch durch und durch frühlingshaft französisch.

 

© Felix Broede

Hermann Bäumer · Chefdirigent und Generalmusikdirektor

 

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/2012 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des dortigen Staatstheaters. Seine durchdachten und einfallsreichen Programme sowie die Auseinandersetzung mit außergewöhnlichem musikdramatischem Repertoire (u.a. deutsche Erstaufführung von Dusapins Perela, Langgaards Antichrist, Saariahos Adriana Mater und Aphergis` Avis de Tempete) bescheren ihm großen Zuspruch von Publikum und Fachpresse.

Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine bescheidene und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt.

Er dirigierte Orchester wie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Orchester der Komischen Oper Berlin, die Bamberger Symphoniker, das Bayerische Staatsorchester München, das hr-Sinfonieorchester, das Ensemble Resonanz und das Ensemble Modern, das Orchester der Norwegischen Staatsoper Oslo sowie das New Japan Philharmonic Orchestra und das Tokyo Symphony Orchestra. Seit der Saison 2016/17 ist er zudem „Conductor in residence“ bei den Hofer Symphonikern.

Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit für seine Jugendarbeit geschätzt, die sich in der regelmäßigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern wie dem Bundesjugendorchester (BJO) und dem Landesjugendorchester (LJO) Rheinland-Pfalz äußert.

Von 2004 bis 2011 war er Generalmusikdirektor des Osnabrücker Sinfonieorchesters und bekam für die Einspielung der 1. und 2. Sinfonie des Komponisten Josef Bohuslav Foerster einen ECHO Klassik. Mit dem Iceland Symphony Orchestra hat er die beiden Oratorien Edda I und II des isländischen Komponisten Jon Leifs uraufgeführt und auf CD eingespielt.

Mit dem Label cpo verbindet ihn eine langjährige Partnerschaft und so entstanden Aufnahmen von Bruch, R. Strauss, Gernsheim, Gounod, Röntgen u.a. mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz, dem Osnabrücker Sinfonieorchester und dem Kristiansand Symphony Orchestra.

In Mainz dirigiert Hermann Bäumer nicht nur beeindruckende Sinfoniekonzerte –  2018/2019 für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ durch den Deutschen Musikverleger-Verband ausgezeichnet –,  sondern zeigt sich natürlich auch als versierter Operndirigent. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen unter anderem Ligetis Le Grand Macabre, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Poulencs Dialogues des Carmélites, Mathis der Maler von Paul Hindemith und Boris Godunow von Modest Mussorgskij.

Im Frühjahr 2020, während der Corona-Pandemie, entstand am Staatstheater Mainz in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jan-Christoph Gockel und in Kooperation mit dem ZDF/3sat der Film Beethoven - Ein Geisterspiel.   

Foto: Irène Zandel

Ewa Kupiec · Pianistin

Die Pianistin Ewa Kupiec studierte in Kattowitz an der Warschauer Chopin-Akademie sowie der Londoner Royal Academy of Music. 1992 gewann Sie den ARD-Musikwettbewerb. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb über sie: „Kupiec’ Spiel ist eine in dieser Perfektion seltene Mischung aus Temperament, grenzenloser Technik, Gestaltungsvermögen und vollständiger Durchdringung der musikalischen Faktur bei größtmöglicher Transparenz und nicht minder bewundernswertem Farbenreichtum. Ihr Spiel ist brillant und dennoch unaufdringlich, atmosphärisch dicht und völlig frei von virtuoser Kraftmeierei.“ Engagements führten Ewa Kupiec zu den wichtigsten Festivals Europas und vielen der großen Orchester weltweit wie z. B. zu den Münchner Philharmonikern, Minnesota Orchestra, City of Birmingham Symphony, Warsaw Philharmonic, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig und zum Orchestre de Paris.  Zu den Dirigenten, mit denen die Pianistin gearbeitet hat, gehören u. a. Marin Alsop, Neeme Järvi, Ingo Metzmacher, Xian Zhang, Sakari Oramo, Semyon Bychkov, Herbert Blomstedt, Krzysztof Penderecki und Marek Janowski. Eine besonders enge künstlerische Zusammenarbeit pflegte sie mit Stanislaw Skrowaczewski. 

Zahlreiche CD-Einspielungen - davon viele mit Preisen ausgezeichnet -  dokumentieren ihre Karriere. Seit Herbst 2011 hat sie eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover inne, zudem wurde sie im Juli 2018 zum Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. Ewa Kupiec gibt daneben Meisterkurse und ist regelmäßig in Jurys wichtiger Wettbewerbe wie u. a. dem ARD-Wettbewerb München, dem Busoni-Wettbewerb Bozen und dem Beethoven-Wettbewerb Bonn.