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X-WR-CALNAME:Philharmonisches Staatsorchester Mainz Veranstaltung
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DESCRIPTION:Als eine „Musik in Form eines Sonnensystems\, eine Sammlung von
 \nRokokoschleifen\, die sich in einer immer größeren Umlaufbahn\numeinande
 r winden“ beschreibt die US-amerikanische Komponistin Missy\nMazzoli ihre 
 _Sinfonia (for Orbiting Spheres)_. Der Titel Sinfonia ist\ndabei nicht nur
  eine Reminiszenz an die gleichnamige barocke Form\, sie\nstellt auch den 
 Bezug zur alten italienischen Bezeichnung für die\nDrehleier her\, die sic
 h durch einen durchgehenden Bordun-Ton\nauszeichnet\, über dem mit Hilfe e
 iner Klaviatur Melodien gestaltet\nwerden können. Das 2014 entstandene Orc
 hesterwerk ist in den Worten\nder Komponistin „ein Stück\, das brodelt und
  brodelt\, sich dem\nPublikum annähert\, nur um im nächsten Moment blitzsc
 hnell wieder zu\nverschwinden und dabei die Ensemble-Klänge in eine improv
 isierte\nDrehleier zu verwandeln\, die ungestüm ins All geschleudert wird“
 .\n\nIn höchste himmlische Sphären ist auch Anton Bruckners Messe in\nd-Mo
 ll gerichtet\, die dem klassischen Ordinarium folgend zu Ehren\nGottes im 
 Himmel und für den Frieden der Menschen auf Erden musiziert\nwird. Mit die
 ser Messe für Soli\, gemischten Chor\, Orchester und Orgel\nwagte sich Bru
 ckner zum ersten Mal in größere kirchenmusikalische\nDimensionen vor. Er s
 chrieb sie 1864 unter dem Eindruck einer\nAufführung von Wagners _Tannhäus
 er_. Tatsächlich hat sich dieser\nEinfluss in der Rolle des Orchesters nie
 dergeschlagen\, das die\nmusikalische Ausgestaltung des Textes unterstützt
  und seine Aussage\nintensiviert. Mit einer ebenfalls von Wagner beeinflus
 sten Harmonik\ntaucht der religiöse Bruckner tief in den Glaubenshintergru
 nd des\nMesstextes ein und deutet ihn detailreich in Musik aus. Er geht da
 bei\nso weit\, einzelne Textbestandteile herauszugreifen\, zu wiederholen
 \noder den Duktus der Musik zu verändern\, um die Zuhörenden auf den\nInha
 lt aufmerksam zu machen\, der sonst oft in der Formelhaftigkeit der\nallzu
  bekannten Sätze verloren geht.\n „Die Musik hat mich so gefesselt\, dass 
 ich während ihres\nErklingens nicht beten konnte!“\, soll der Bischof Fran
 z Joseph\nRudigier nach der Uraufführung der d-Moll-Messe im Linzer Dom\na
 usgerufen haben. Auch das restliche Publikum war begeistert und die\nKriti
 k feierte das Werk als „das Ausgezeichnetste\, was seit langem\nin diesem 
 Fache geleistet wurde“. Und Bischof Rudigier gab in seiner\nBegeisterung g
 leich eine weitere Messe bei Bruckner in Auftrag.
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ORGANIZER:MAILTO:info@orchester-mainz.de
SUMMARY:9. Sinfoniekonzert 'Zwischen Erde und Ewigkeit'
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